hellwinkel

wohnbebauung
wolfsburg

Wettbewerb hocbaulicher realisierungswettbewerb
Planungszeitraum 01|2016 - 02|2016
Volumen 40 wohneinheiten
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Auf schmaler Parzelle, zwischen dem neuen Stadtquartier Hellwinkel und der Siedlung "Am
Krokusplan", in direkter Nachbarschaft zu dem Identifikationsraum des quartiersprägenden
Waldstreifens, der den Höhenrücken mit seinen großkronigen Bäumen überzieht, entsteht
ein Wohnhaus, das sich selbstbewußt in die Achse des Straßenraumes stellt - ohne jedoch
aus dem Quartier heraus den Blick zu versperren auf die dahinterliegende, einprägsame
Waldkulisse.
Der Beibehalt dieses Blickbezuges auf die in das neue Wohnquartier hineinwirkende Baumkulisse
in Achse der Verbindungsstraße zwischen Waldstraße und Schulstraße ist dabei nur mit der Überschreitung des westlichen und östlichen Randes des Baufeldes möglich und wird
billigend in Kauf genommen.
Die Entwicklung der Grundrisskonzeption folgt im wesentlichen wirtschaftlichen Planungsparametern,
die vor allem auch mit dem schmalparzellierten Grundstückszuschnitt untrennbar
verbunden sind und bei Berücksichtigung derselben zu städtebaulichen Kenndaten führen,
die weit unter den in der Auslobung genannten städtebaulichen Kennzahlen für das
Grundstück liegen: GFZ max = 3,4 , GFZ ist = 2,6.
Unter Beibehalt der Grundkonzeption der ersten Phase, auf einer gemeinsamen Basis zwei
bauliche Hochpunkte zu entwickeln, entsteht nun ein Ensemble aus zwei unterschiedlich
großen Volumina, die über ein gemeinsames, zweigeschossiges, großzügiges Entree mit da

hinterliegendem multifunktional zu nutzendem Raum (Fahrräder) zusammengebunden
werden.
Die Unterbringung des ruhenden Verkehrs erfolgt bei maximaler, räumlicher Ausdehnung
höhenminimiert in einer eingeschossigen Tiefgarage, die technik- und kostenoptimiert über
eine Rampe angefahren wird. Die Anzahl der max. zu erzielenden 32 Stellplätze führt im
Rückschluß zu einer max. Wohnungsanzahl von 26 WE, die bei max. acht Geschossen, aufgrund
des nicht unerheblichen Erschließungsaufwandes ganz gezielt unterhalb der Hochhausgrenze
verbleibt.
Unter den angebotenen Außenwandaufbauten stellt das monolithische, tragende Außenmauerwerk
aus beidseitig verputzten Planblocksteinen die sowohl bei der Erstellung als
auch im Unterhalt kosteneffizienteste Wandkonstruktion dar. Die regelmäßig übereinanderliegenden,
gleich großen Fassadenöffnungen mit einem statisch relevanten Öffnungsanteil
von max. 50% folgen den statischen Erfordernissen an rissfreie Putzoberflächen und führen
zusammen mit dem dunklen Sockelmauerwerk zu einer in sich ruhenden, zeitlosen und
freundlichen Fassadengliederung vor der lebendigen Kulisse großkroniger Laubbäume.
Die Freiräume der Wohnungen werden ausschließlich innerhalb der baulich-räumlichen Hülle
als Loggien oder "Grüne Zimmer" ausgebildet, sodass der städtebaulichen Idee von smaq
folgend, das Ensemble von parkähnlichem, baumbestandenen Freiraum umspült wird.
Mit der Ausbildung eines viergeschossigen Bauteils gelingt dennoch die straßenübergreifende
Adressbildung für den neuen Wohnstandort an der Waldstraße.