grundschule engelbostel

neubau + erweiterung grundschule engelbostel
"Nachhaltigkeit lernen!"

Fertigstellung2026
Bauherrstadt langenhagen
Leistungenlph 1-8
Volumenca. 5,6 mio.
Umfangbgf 1450qm
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Das zweigeschossige, kubisch einfach gehaltene Gebäude wird über einen eingeschossigen Zwischenbau barrierefrei an den bestehenden Schulkomplex angebunden und über ein großzügiges Foyer erschlossen, das vor dem Musikraum als multifunktionale Fläche genutzt werden kann. Dadurch entstehen neue Freiräume innerhalb der Schule, in denen die Kinder vielfältige gemeinschaftliche Erfahrungen sammeln können. Die Erweiterung der Grundschule Engelbostel umfasst insgesamt sechs Klassenräume, drei Differenzierungsbereiche sowie einen Musikraum mit Nebenräumen.

 

Erschließungskern, Sanitär- und Differenzierungsräume liegen auf der Westseite, während sich die Klassenräume mit vorgelagerter Veranda nach Osten zum Pausenhof orientieren. So ist ein zurückhaltender, hochwertiger Holzbau mit klarer Struktur und angenehmer Materialität im Innen- und Außenraum entstanden. Die dreiseitige Holzkonstruktion ist von einer mit vertikalen Holzlamellen versehenen Lochfassade umhüllt. Nur nach Osten öffnen sich die Klassenräume großzügig zum Pausenhof und erhalten durch eine vorgelagerte, witterungsgeschützte Veranda einen zusätzlichen, direkt zugeordneten Außenbereich zum Verweilen, Gärtnern, Träumen und Lesen.

 

Das geneigte Dach vermittelt in Trauf- und Firsthöhen zwischen dem dreigeschossigen Klassentrakt und der Turnhalle und fügt die Gebäudeteile kontextuell zusammen. Das Gebäude übernimmt die eher ländlich geprägten Dimensionen und Strukturen der Gemeinde. 

 

Der Erweiterungsbau wurde gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie im Standard BEG 40 EE konzipiert. Die bestehende asphaltierte Schulhoffläche wurde weitgehend entsiegelt und in differenzierte Spiel- und Aufenthaltszonen umgestaltet. Durch die Geländetopografie wird das Regenwasser für die Kinder nachvollziehbar in Versickerungsmulden geführt.

 

Die konsequent nachhaltig konzipierte Anlage soll den Kindern Freiräume ermöglichen und zum nachhaltigen Umgang mit der Umwelt inspirieren, sozusagen ein Gebäude zum "Nachhaltigkeit lernen!"

 

Das Gebäude basiert konsequent auf nachhaltigen Entwurfs- und Konstruktionsprinzipien. Durch das zukunftsorientierte Konzept der Erweiterung der Bestandsgebäude konnte die Diskussion um einen Teilabriss aufgelöst werden.

Die in reiner Holzbauweise ausgeführte Konstruktion nutzt weitestgehend CO₂-speichernde und ressourcenschonende Baustoffe. Nur die Decken wurden aus Schall- und Brandschutzaspekten als HBV-Verbunddecken ausgeführt. 

Die Energieversorgung erfolgt über eine Luft-Wärmepumpe sowie eine großflächige Indach-Photovoltaikanlage und ermöglicht eine weitgehend regenerative Eigenversorgung. Der Schulhof wurde zur Verbesserung des Mikroklimas großflächig entsiegelt. Das Regenwasser wird vollständig über ein Muldenversickerungssystem in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt.

 

 

 

Fotos: Eckhard Wunderling