neue mitte baumheide in bielefeld

bielefeld
4. Preis

Wettbewerb2018
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i d e e
begleitet von der baulichen kante des marktkauf-baus, spannt sich zwischen freizeitheim und stadtbahn-allee ein platz, dem das gegenüber fehlt. als schiefe ebene der natürlichen hanglage folgend werden die raumtrennenden niveauversprünge
zum rabenhof hin aufgehoben: die fläche lässt sich somit multicodiert für unterschiedlichste öffentliche anlässe
barrierefrei bespielen. die stadtloggia nimmt die funktion der fehlenden platzkante in der perspektivischen verkürzung wahr, ohne eine trennende wirkung zu entfalten und dient darüberhinaus als witterungsgeschützte wartezone für alle busfahrgäste und
linearer, vielfältig zu nutzender bewegungsraum. auf kurzem, direktem wege erreichen passanten von dort aus den neuen zugang zur bahn-haltestelle, der zugleich als
nicht kommerzialisierter begegnungsort mit sitzstufen gestaltet ist. der nutzungsmix aus zugangsbauwerk und aufenthaltsort lässt mit einer guten beleuchtungsführung einen mobilitätshub erwarten, der auch im dunkeln angstfrei begangen werden werden kann.
die außenbewirtschaftung der bäckerei bietet sich auf der neu geschaffenen einladenden platzfläche ebenso an, wie das
wasserspiel, das für jung und alt gleichermaßen seine anziehende und belebende wirkung entfaltet.
die überhöhung des kirchenraumes der katholischen kirche maria königin nimmt den bezug zur quartiersmitte bereits vorweg. über die donauschwabenstraße hinweg wird die kirche als zentrale einrichtung der neuen mitte in der neugestaltung des öffentlichen raumes angesprochen, um ihren sonderstatus hervorzuheben.
mit der partiellen überdeckelung der trogstrecke erhält das markthaus auch von der donauschwabenstraße aus einen wertigen auftritt für fußgänger und radfahrer. die östliche seite des gebäudes mit der durchfahrbaren, eingehausten
anlieferzone wird lediglich mit einer buchenhecke eingefasst und damit optisch aus dem öffentlichen raum ausgeblendet.
oberstes prinzip der entwurfsidee ist der sparsame, effektvolle umgang mit den ressourcen zugunsten einer hochwertigen veredelung des öffentlichen raumes :
der beibehalt der spundwände, der fernwärmeleitung und der mögliche betrieb der stadtbahn in der bauphase gewähren die finanziellen mittel für eine ganzheitliche, baulich-räumliche fügung der neu hinzuzufügenden wie vorhandenen
architektonischen elemente, die in materialität und zurückhaltender ausprägung, gepaart mit natürlicher haptik und wertigkeit sorgfältig aufeinander abgestimmt, authentisch und erinnerbar die neue mitte als aufenthaltsort prägen
mögen.
die identität des ortes wird mit einer sparsamen künstlichen lichtführung unterstrichen. eine zurückhaltend flächige illuminierung wird, wo notwendig (verkehrssicherungpflicht), gezielt ergänzt mit nach unten abstrahlenden l_e_d
bestückten leuchten mit niedriger lichtpunkthöhe.
fernwirksam erhellt die individualbeleuchtung in der stadtloggia, den aufzugshäusern und der bahnstation, deren licht durch das rund der station nach oben entweicht, effektvoll.