medienhaus lübecker nachrichten

lübeck nördliche wallhalbinsel
2. Preis

Wettbewerb 2019
Bauherr PIH Entwicklungs- und Erschließungsgesellschaft mbH, Lübeck
Info einblendenInfo ausblenden

I d e e

 

Die Wünsche der Lübecker Nachrichten, auf der nördlichen Wallhalbinsel, am direkten Rand der Lübecker Altstadt, ein "offenen Haus" beziehen zu können, das den ortsprägenden und kontextuellen Belangen des Erhalts der Wallhalbinsel Rechnung trägt und zugleich als klar erkennbar zeitgemäßer Sitz eines klassischen Verlagshauses auf dem Weg zu einem multimedialen Unternehmen zu erkennen ist, prägen den Entwurfsansatz.


Transparenz und Offenheit im Inneren wie auch in der Ausbildung der Fassade schließen die Möglichkeit des Rückzugs in geschützte Räume nicht aus, vielmehr zeugt die Vielfalt von Begegnungsorten innerhalb des Hauses von einer lebendigen Kommunikation einer heutigen Anforderungen gerecht werdenden Arbeitswelt, in der die Abteilungen über das offene Innenleben des Hauses über alle Geschosse miteinander verbunden sind.


Das Foyer ist schwellenfrei an den Eingangsplatz zur nördlichen Wallhalbinsel angebunden. Über das Entree bleibt der Blick frei auf das nördliche Ufer des Stadtgrabens. Zugleich wird der Blick gelenkt in das eigentliche Atrium des Medien- hauses, und über Lufträume vom Foyer aus "auch nur für Neugierige" der Einblick gewährt in die Arbeitswelt der Lübe- cker Nachrichten. Hotspots vor den Aufzügen bündeln wesentliche, über den individuellen Arbeitsplatz hinaus erforderliche Funktionen: Teeküchen, Kopiertheken, tagesbelichtete Nasszellen und vor allem auch Kommunikationsin- seln als Rückzugsorte mit fulminantem Blick insbesondere auf die Altstadt Lübecks. Gegenüber angeordnete Freitreppen laden zum Sitzen und Kommunizieren ein, sichern den Austausch an Informationen über die Geschosse hinweg und stärken das Gemeinschaftsgefühl der Belegschaft.


Corten-Stahl, das Material der Fassade und damit auch die Festlegung auf die dem Material innewohnende Farbe sind eng mit der Geschichte des Ortes und der Hafenanlagen verwoben und harmonieren in Haptik und natürlichem Farbspiel des Materials mit dem Vorgefundenen. Das lichtdurchflutete Haus mit Sichtbezügen vor allem auf die Altstadtshilouette der Hansestadt tragen zum Wohlfühlen und einem kommunikativ-kreativen Arbeitsklima wesentlich bei.

 

Visualisierung außen: M. Harms, Lüneburg