areal mitte - baufeld b.6

stadterweiterung kronsberg süd
Hannover

Wettbewerb 1. preis
Bauherr gundlach gmbh & co. kg

mit lohauscarl landschaftsarchitekten

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i d e e

 

In stadträumlich begünstigter Lage, mit Blick in die Tiefe des Raumes entsteht ein Solitär, der sich in seiner Gestaltung zurücknimmt, sich eben nicht als "Platzhirsch" gebärdet und dennoch, subtiler, seine fernsichtige Wirkung an der Gabelung  Kattenbrookstrift und "Schulplatzstraße" entfaltet.

Die tief reliefierte, mehrschichtige Südfassade mit großformatigen Fensteröffnungen übernimmt zugleich die Funktion des barrierefreien Hauptzuganges in den Kronshof, seitlich begleitet von Gemeinschaftsnutzung und Atelierwohnung, die für den vorgelagerten öffentlichen Platzraum bei ausschließlicher Wohnnutzung eine adäquate Antwort bieten.

Durchblicke und Durchgänge beidseits des nördlichen Gebäuderiegels lassen das Gefühl räumlicher Enge gar nicht erst aufkommen, sie lassen den nördlich gelegenen, grünen Freiraum in den steinern gehaltenen Hof hineinwirken.

Auf eine Tiefgarage wurde zugunsten höherer Wirtschaftlichkeit und zugunsten des einmaligen, städtebaulichen "missing links" im Wegenetz zwischen Baufeld und Schulgrundstück verzichtet: die zu den externen Tiefgaragenplätzen erforderlichen, zusätzlichen zwanzig Stellplätze bei insgesamt 48 Wohnungen werden an der nördlichen Grundstücksgrenze aneinandergereiht.

Die ebenerdig zugänglichen, familienfreundlichen Maisonette-Wohnungen bestimmen mit ihren lebendig nach außen gekehrten Inbesitznahmeansprüchen insbesondere der Kinder das soziale Gefüge des Kronshofes - einer hauptsächlich für Singles vorgesehenen Wohnanlage mit Kleinstwohnungen.
Durchgesteckte Wohn-, Ess- und Kochbereiche der 4-Zimmer-Wohnungen auf der Ostseite kompensieren dabei die der Sonne eher abgewandte Lage. Das exclusive Angebot an privatem Garten und halböffentlichem Hof garantiert zudem für beide Seiten Aufenthaltsqualität im Freien für alle Familienmitglieder und fördert die Kommunikation im Kronshof.

Die offen geführten Laubengänge dienen vor allem an der Süd- und der Nordseite im Hof zugleich dem Aufenthalt auf den Geschossebenen. Die kleinen 1- bis 2-Personen-Wohnungen im Nordriegel bieten ebenfalls Außenbereiche auf beiden Seiten und garantieren somit zugleich ein ausgewogenes Maß an Privatheit und Teilhabe  auf kleinem Raum.

Die auf das Minimum reduzierte, ringschlüssige Wegeführung kommt mit zwei Treppenhäusern gut klar und bietet im Brandfall jeweils zwei baulich gesicherte Rettungswege über Treppenräume an.

Hinter den großen Scheiben der Südfassade verbergen sich pro Etage jeweils zwei Wohnungen, die als Clusterwohnung auch für sechs Bewohner zusammengeschaltet werden können. Für ein bis zwei Personen privatisierte Indivudualräume gehen mit eigenem Bad und Vorraum von den Gemeinschaftsflächen der Wohnungen ab.

Der für alle nutzbare Dachgarten auf dem dritten Geschoss entspricht der im B-Plan fixierten IV- bis V-Geschossigkeit (2/3-Geschoss) und lässt von Westen das Sonnenlicht in den Innenhof. Auf eine weitere, als 2/3-Geschoss ausgebildete Erhöhung des Kopfbaus nach Süden, die von außen betrachtet städtebaulich durchaus wünschenswert wäre, wurde aus Gründen der ebenerdigen Unterbringung der Stellplätze und der zusätzlichen Verschattung des Hofes verzichtet.

An den Dachgarten grenzen ein weiterer Gemeinschaftsbereich und angesichts der Vielzahl von Kleinstwohnungen ein Gästeappartment für Kurzvermietungsphasen.

visualisierung: m. Harms, lüneburg