Kälberwiese

Wohnpark Feldstraße
Stadterweiterung - Braunschweig

Wettbewerb städtebaulicher Ideenwettbewerb | 1. Preis
Planungszeitraum 08 | 2015
Bauherr Stadt Braunschweig
Volumen ca. 6 ha Bruttogrundfläche
Umfang ca. 550 Wohneinheiten
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der zentral gelegene quartiersplatz mit der kälberwiese wird zum aufenthaltsort und transitorischem raum für bewohner und besucher und unter wahrung des wertvollen alten baumbestandes als einprägsame grüne mitte des neuen stadtquartieres angelegt.
im zusammenspiel mit dem in ost-west-richtung verlaufenden wanderweg grüne welle, der hauptvernetzung des quartiers mit dem stadtkörper und dem westpark , wird der quartiersmittelpunkt ausgebildet : eine unprätentiöse städtebauliche signatur mit hoher freiraumqualität, kinderleichter auffindbarkeit und einprägsamer adressbildung, die mit der sichtbeziehung zu dem signifikanten turm der pfarrkirche von st. jacobi eine fernwirksame stadträumliche prägung erfährt.

 

unter der prämisse eines sich immer deutlicher abbildenden wandels im mobilitätsverhalten von stadtbewohnern -wechsel vom auto zum fahrrad, vom eigenen pkw zum stadtteilauto, vom privat-kfz zum öffentlichen personennahverkehr - wird diesem sachverhalt im planungsgebiet u.a. mit dem einprägsamen ost-west alignement einer an der kälberwiese bis zu 45 m breiten grünverbindung rechnung getragen, ohne die erfordernisse des motorisierten individualverkehrs zu vernachlässigen.  hochwertig gestaltet und materialisiert entsprechend der hier verdichteten bebauung, wird sie als linearer öffentlicher begegnungsraum für bewohner und besucher zum schmuckstück des quartiers. die ost - west ausrichtung eröffnet - gleichsam wie eine grüne passage -  die für fußgänger und radfahrer attraktive direkte verbindung zwischen der innenstadt, mit wallring und ringgleis, und dem naherholungsraum des westtparks mit dem sich anschließenden landschaftsraum, dem staatsforst timmerlaher busch. die chance eines über das planungsgebiet hinausreichenden ausbaus dieser quartiersvernetzenden freiraum-passage sei hiermit plausibel aufgezeigt und zur weiterentwicklung anempfohlen.

die baulich-räumliche einhausung des ehemaligen sportplatzgeländes reagiert auf die lärmschutzbelange in jeweils nutzungsbezogener art und weise. passiver schallschutz auf der basis des bestandes ist im gesamten wettbewerbsgebiet vorgesehen. zudem gilt es erstrangig, dem verursacherprinzip folgend, auf dem abschnitt der a 391 zwischen der hannoverschen - und der münchenstraße die geschwindigkeit auf tempo 70 kmh zu limitieren, dazu die lärmschutzwände zu erhöhen und den fahrbahnbelag mit "flüsterasphalt" zu erneuern.

die vorzüge einer sorgsam hierarchisierten ensemble- und adressbildung eines zeitgemäßen und nachhaltigen stadtquartieres, einhergehend mit einer ganzheitlich geprägten baulich-räumlichen fügung, gestalterisch abgestimmt aufeinander in der materialität und architektur, liegen auf der hand und gehen einher mit den städtebaulichen notwendigkeiten der entwurfsidee.  so vermag der unverwechselbare, erinnerbare charakter der neu hinzugefügten, in materialiät und ausprägung zurückhaltenden, aber gleichwohl vielstimmigen architektonischen elemente, eine notwendige authentische gestaltung im kontext der umgebung nachvollziehbar und entschieden zu begründen.