knickmannhaus

gemeinschaftshaus mit veranstaltungssaal
burgwedel

Wettbewerb einladungswettbewerb - sonderankauf
Planungszeitraum 03|2007 - 05|2007
Bauherr stadt burgwedel
Leistungen Wettbewerbsbeitrag
Umfang Neu- und Umbau Knickmannhaus
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tragender entwurfsgedanke ist die arrondierung eines ortstypischen hofensembles unter verwendung der vorgefundenen, gestaltprägenden städtebaulichen elemente, ihrer bautypologischen merkmale und gebäudestrukturen. signifikant und selbstbewußt, im architektonischen ductus aber unaufdringlich und präzise in der definition der geschichtlichen verantwortung wird der dem historischen ortskern abgewandten lage des bürgersaales mit der baulich-räumlichen durchdringung des foyer- und loungebereiches, der sich bis in den altbau hinein erstreckt und mit einer "gläsernen laterne", die in die ortsmitte weist, rechnung getragen.


die äußerst sanierungsaufwändige, teils abgängige bausubstanz des ehemaligen stalles, verbunden mit den nachteilen eines über einen aufzug angebundenen stuhllagers wurde zugunsten einer funktional vorzüglichen ausstattung des bürgersaales und damit einhergehend optimalen, ebenengleichen anbindung an das knickmannhaus entfernt. behindertengerecht ist das erdgeschoß über die neugestaltung des entrees an der dr.-albert-david-straße angebunden. der entwurf strebt eine vielfältige, flexible raumnutzung an, einhergehend mit raumteilenden elementen, die für die jeweilige bestuhlung die passende raumgröße garantieren. die einzelnen bausteine der bühne - praktikabeln, projektionswand und stufen - lassen sich bequem im rückwärtigen tischlager unterbringen, wenn die nutzfläche des stuhllagers dem saal gewidmet wird.


das gebäude tritt einheitlich und monolithisch im material in erscheinung - einer druse gleich: holzschindeln auf dach und wand, im laufe der zeit gleichsam silber patiniert, treten in spannungsreichen kontrast zu den honigfarbenen holzoberflächen im gebäudeinneren. großformatige glasfassadenflächen gestatten unterschiedliche charakteristische zugangsmöglichkeiten über den hof und das entree, erlauben eine variable bespielung des gebäudeensembles über seine hüllflächen hinaus: serenaden oder lesungen im hof und gartenfeste werden ebenso denkbar und wuünschenswert, wie die hinzunahme von teilen des parkplatzes als aufstellfläche für festzelte.


die wahl des tragenden und gestalt bestimmenden wertigen werkstoffes holz ermöglicht für das gebäude zudem ein schnelles, bedarfsgerechtes heizen und kühlen. entsprechend der vorbildfunktion bei gebäuden der öffentlichen hand wird für die errichtung eines passivhauses plädiert. schattenspendende bäume auf der südseite und holzfaltläden vor den glasfassaden garantieren zusammen mit einem heizsystem, das zur kühlung der räume herangezogen werden kann, den sommerlichen wärmeschutz.